So titelt Alan Posener in „Die Welt“ vom 27.08.09 und gibt damit eine der vielen möglichen Antworten auf die Fragen: Warum FDP wählen? oder: Warum FDP-Mitglied werden?:
„Weder im angelsächsischen noch im kontinentaleuropäischen Raum findet man eine Parallele zur FDP. Und – um das vorwegzunehmenden – diese Einmaligkeit spricht für sie und für Deutschland....
Die FDP hat sich gegen die populistische Versuchung“...nicht immer entschieden gewehrt .… „aber doch am Ende immer erfolgreich“ findet Posener und stellt fest:
„Ihrem Personal fehlt die Attraktivität des Verruchten, die einem Blocher, Haider oder Wilders zu Medienwirksamkeit verhilft; ihm fehlt auch die lebensgeschichtliche und lebensweltliche Aura des Rebellentums, von der die Grünen so lange zehrten.“ Diesen Mangel an Tauglichkeit für die Regenbogenpresse bewertet er abschließend:
„Kurzum, die FDP hat nichts zu bieten außer kühlem Sachverstand und unpopulären Positionen. Sie ist damit modern zu einer Zeit, die sich als postmodern begreift. Und das mag das Geheimnis ihres Erfolgs sein. Wenn sie damit zum Königsmacher der deutschen Politik wird, könnte sie jene Auguren Lügen strafen, die eine postdemokratische Ära heraufdämmern sehen, in der Politik durch Pop ersetzt wird – und zur letzten, besten Hoffnung für die liberale Idee in Europa avancieren.“
Liberalismus achtet alle Menschen gleich, unabhängig von Status, Hautfarbe oder Religion. Er hat Respekt vor Andersdenkenden und tritt von Natur aus gegen Fanatismus und Fundamentalismus ein.
Die FDP schürt kein Feindbild und lebt nicht vom längst überholten Klassenkampf. Sie setzt der Ballung von Macht nicht Ballung von Macht entgegen, die dann beide Machtmissbrauch begünstigen – siehe die Rolle der Gewerkschaften bei VW -, sondern sie setzt auf Wettbewerb und Verteilung von Macht.
Die FDP weiß, wie Wirtschaft funktioniert. Sie ist deshalb die Partei, die die beste Politik für Rentner, Kinder, Arbeitslose und sozial Schwache macht. denn in der Sozialpolitik genügt die Umverteilung von Mangel nicht, auch Neid hilft nicht weiter. Sozialpolitik kann nur dann erfolgreich sein, wenn erfolgreiche Arbeitsplatz- und Wirtschaftspolitik dafür sorgt, das Mittel für die Sozialsysteme fließen.
Die FDP ist schon seit Jahrzehnten dafür, dass Familienarbeit und Engagement für die Familie Sache aller Beteiligten ist - und nicht nur der Frauen - und dass der Staat Rahmenbedingungen schaffen muss, die die Familie fördern.
Gewinner einer solch kosequenten Gleichberechtigung bei gleichzeitiger Wertschätzung der Familienarbeit sind alle: die Mütter, die Väter und die Kinder.
Dementsprechend sozial und Familienfreundlich ist die Steuerpolitik der FDP.
Die FDP hat schon vor der letzten Bundestagswahl ein einfaches und sziales Steuersystem vorgeschlagen mit 8 000 € Freibetrag für jeden, auch für jedes Kind und einem Anfangssteuersatz von 15 %. Damit würden gerade Familien mit Kindern und geringem Einkommen in vielen Fällen gar keine Einkommenssteuern zahlen und auf jeden Fall wesentlich weniger als heute.
Unter der großen Koalition hingegen lohnt sich Leistung immer weniger, denn unter Schwarz-Rot kassiert der Staat ab – so gnadenlos wie selten zuvor. Leidtragende sind vor allem Familien mit Kindern.
Im Durchschnitt fehlen einer Familie rund 1.600 Euro – es können aber auch bis zu 9.000 Euro sein. Das hat der Steuerexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Hermann Otto Solms, errechnet. „Die Regierung rühmt sich einer Familienpolitik, die die Mehrzahl der Familien außen vor lässt und die ihnen erhebliche Mehrbelastungen aufbürdet“, so Solms.
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