Statistisch gesehen nimmt die Mittelschicht in Deutschland ab. Das macht zu Recht Sorge. Um das Richtige dagegen zu tun, ist ein Blick auf die Ursachen notwendig.
Nicht ein massenhafter Abstieg aus der Mittelschicht ist die Ursache dafür, dass die Armut in Deutschland seit den 90er Jahren zugenommen hat, sondern der gesellschaftliche Wandel. Wir haben einen wachsenden Anteil an Migranten, die durchschnittlich mehr Kinder bekommen als die Deutschen. Und wir haben eine Zunahme der Alleinerziehenden. Beides sind die Hauptursachen für diesen Trend.
„Der Zerfall der klassischen Familie ist hierzulande das größte Armutsrisiko. Jedes zweite Hartz IV-Kind wächst mit nur einem Elternteil auf“, zitiert Dorothea Sims den Gesellschaftsforscher Meinhard Miegel (Die Welt v. 16. 6. 2010).
Die FDP sagt dazu wie Miegel: „Hier hilft nur eine bessere Integration der Migranten und Bildung, Bildung, Bildung“.
Neue Schilder über den Schulen, wie sie derzeit in Rheinland-Pfalz angebracht werden helfen allerdings nichts. In Stadt und Kreis Neuwied gab es sehr gute Hauptschulen mit engagierten Lehrern kleinen Klassen und guten Erfolgen für die Schüler. Diese Schüler werden sich in Zukunft in größeren Klassen wieder finden. Damit ist niemandem gedient.
Wir brauchen individuelle Förderung – keine Nivellierung nach unten.
Ihnen allen, ganz besonders aber den Lehrern, die einen anstrengenden Beruf haben und oft genug mehr Unterstützung verdient hätten, wünsche ich eine schöne Ferienzeit.
Ihre Uta Schellhaaß
PS.: 1,3 Millionen Arbeitnehmer erhalten zusätzlich zu ihrem Lohn Hartz lV, der größte Anteil davon arbeitet nur wenige Stunden in der Woche und davon wiederum sind viele Alleinerziehende.
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