Ausgangspunkt ist eine Große Anfrage zum Thema Ernährung von Kindern und Jugendlichen, die die FDP-Landtagsfraktion auf Initiative von Uta Schellhaaß an die Landesregierung gestellt hat. Die Antwort des Gesundheitsministeriums liegt nunmehr vor. „Ein Ergebnis davon ist, dass der Qualitätsaspekt der Verpflegung in den Schulen nicht den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entspricht“, so die liberale Abgeordnete, die auch verbraucherschutzpolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist. Übergewichtige Kinder würden übergewichtige Erwachsene und vererbten dies wahrscheinlich an ihre eigenen Kinder weiter, unterstrich Schellhaaß.
„In Anbetracht der Tatsache, dass 10 Prozent der Kinder bereits bei der Einschulung übergewichtig sind, ist es von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit der Menschen, frühzeitig auf eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung zu achten“, so Schellhaaß weiter.
Die FDP-Kreistags- und Stadtratsfraktion wollen deshalb eine Anfrage an die Kreis- und Stadtverwaltung stellen zur Qualität des Essens in den Ganztagsschulen, die sich in der Trägerschaft von Kreis und Stadt befinden. „Außerdem wollen wir uns als FDP-Fraktion dafür einsetzen, dass die Schulverpflegung künftig den Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entspricht“, ergänzte die Fraktionsvorsitzenden Schreiber und Keßler.
Schellhaaß wies abschließend noch auf den volkswirtschaftlichen Schaden hin, der durch falsche Ernährung verursacht werde: „Gesundheitliche Folgen von Fehlernährung sind unter anderem Herz-Kreislauferkrankungen, bösartige Neubildungen, Diabetes Mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Osteoporose. Diese verursachen neben der Minderung der Lebensqualität und der Arbeitsfähigkeit jährlich erhebliche Kosten und somit auch eine hohe Belastung der Sozialversicherungssysteme.“
Deshalb ist es für die FDP das Gebot der Stunde, alle notwendigen Maßnahmen für eine gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen zu ergreifen.
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