Die Auswirkungen der Kirrverordnung sollen nach drei Jahren, also 2008, evaluiert werden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:
1. Wie viele Kirrstellen wurden in den einzelnen Landkreisen genehmigt?
2. Wer hat vor Ort kontrolliert und wie oft wurde kontrolliert?
3. Wie viele Beschwerden und Anzeigen sind seit Inkrafttreten der Landesverordnung insgesamt bzw. kreisbezogen bekannt geworden?
4. In wie vielen Fällen hat die untere Jagdbehörde von den Ausnahmemöglichkeiten der Kirrverordnung Gebrauch gemacht und zusätzliche Kirrstellen genehmigt? Was waren die Gründe dafür?
Die Antworten
Das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung wie folgt beantwortet:
Vorbemerkung:
Zurzeit führt die Landesregierung die im Jahr 2008 geplante Evaluierung der Landesverordnung über die Fütterung und Kirrung von Schalenwild durch. Zu diesem Zweck wurden Fragebögen an die 36 unteren Jagdbehörden versandt. Momentan werden diese von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) ausgewertet.
Zu den Fragen 1 bis 3:
Die Fragen 1 bis 3 wurden im Fragebogen der Evaluierung in gleichartiger Weise gestellt. Eine abschließende Beantwortung durch die Landesregierung ist gegenwärtig noch nicht möglich, da die laufende Evaluierung noch nicht abgeschlossen ist.
Zu Frage 4:
Von den 36 zuständigen unteren Jagdbehörden wurden
– im Jagdjahr 2005/2006 in insgesamt 25 Fällen,
– im Jagdjahr 2006/2007 in insgesamt drei Fällen
– und im Jagdjahr 2007/2008 in insgesamt vier Fällen
weitere zusätzliche Kirrstellen genehmigt.
Die Gründe hierfür waren unterschiedlich. Genannt wurden:
– Schäden in Ortsrandlage,
– schwierige Bejagung; Ausweichmöglichkeiten nach Schwarzwildabschuss in kleineren Revieren,
– Beunruhigungen und Störung der Jagd,
– interne Teilung des Jagdreviers,
– erhöhte Wildschäden,
– höhere Flexibilität bei verschiedenen Windrichtungen, regionale Besonderheiten,
– Bejagung ist durch eine erhebliche Freizeitnutzung und ungewöhnliche Topographie des Jagdbezirks erschwert,
– ungünstiger Revierzuschnitt, Notwendigkeit der Erhöhung der Flexibilität.
Margit Conrad
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