Bad Kreuznacher FDP besuchte auf Einladung der Landtagsabgeordneten Uta Schellhaaß die Müllsortieranlage in Linkenbach (Neuwied)
Gemeinsames Ziel beider FDP-Kreisverbände ist es, mehr Wertstoffe als bisher aus dem Hausmüll wiederzuverwerten, damit mehr für Umweltschutz und Ressourcenschonung zu tun und gleichzeitig die Haushalte um eine Tonne zu entlasten. Da die Möglichkeiten mit der Müllmenge und damit der Zahl der Beteiligten Einwohner steigen und gleichzeitig die Durchschnittskosten sinken, ist es sinnvoll gemeinsam über neue Konzepte nachzudenken. Bisher schon hat die gemeinsame Nutzung der Anlagen Kosten gesenkt und den Bürgern der Kreise Ersparnisse bei den Müllgebühren gebracht.
Gemeinsam mit dem Rhein-Hunsrückkreis sitzen beide Kreise in einem Boot, da sie sich vertraglich zur gemeinsamen Behandlung ihres Restmülls und zur gemeinsamen Nutzung Ihrer Mülldeponien verpflichtet haben. Da die Verträge mit den Entsorgern im Kreis Neuwied im Jahr 2013 ablaufen und bis dann neu ausgeschrieben werden muss, muss jetzt über neue Konzepte und die weitere Modernisierung der MBA Linkenbach nachgedacht werden.
Die umweltpolitische Sprecherin der FDP im Landtag, Uta Schellhaaß, gleichzeitig Kreistags-mitglied in Neuwied, freute sich dementsprechend mit ihren Kreistagskollegen Dr. Harald Engel und Dr. Hermann-Josef Sich und dem FDP Beigeordneten Hans Werner Neitzert die Delegation der FDP-Fraktion des Kreises Bad Kreuznach in Neuwied begrüßen zu können, die von dem Fraktionsvorsitzenden Thomas Bursian und dem zweiten Kreisbeigeordneten Max Schütt angeführt wurden. Die Bad Kreuznacher folgten interessiert der Führung von Stefan Kraus von der Kreisverwaltung Neuwied durch die verschiedenen Hallen bis zur überdachten Nachrotte. Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach erläuterte anschließend die bisher vorliegenden verschiedenen Denkmodelle der Modernisierung der MBA Linkenbach für die Zukunft.
Beide FDP- Fraktionen wünschen sich eine gleiche Behandlung wertstoffgleicher Abfälle. „Kein Mensch versteht, warum er die Plastikflasche mit dem grünen Punkt in die grüne Tonne stecken soll, die gleiche Flasche ohne grünen Punkt auf dem Etikett aber in die schwarze Tonne“ so Uta Schellhaaß. „Die unsinnige Vieltonnerei muss aufhören“ so die Bad Kreuznacher. Die Ver-packungsverordnung bietet die Möglichkeit dazu seit letztem Jahr. Zwei Probleme gibt es dabei laut Uta Schellhaaß zu überwinden: Erstens: Bei gemeinsamer Sammlung von Leichtverpackungs-müll des DSD (Duales System Deutschland) und wertstoffgleichem anderem Müll hat das DSD-System Anspruch darauf, die Ausschreibung zu machen. Zweitens: Eine automatische Wertstoffsortierung ist umso wirtschaftlicher, je größer die an einer Anlage sortierten Mengen sind. Uta Schellhaaß und Thomas Bursian sind daher auch mit ihren Parteifreunden im Rhein-Hunsrück-Kreis im Gespräch, deren Müll ebenfalls in Linkenbach verarbeitet wird.
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