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Uta Schellhaaß im Landtag Rheinland-Pfalz -

Presse

Presse vom 22.04.2010:

„Optimale Schulverpflegung – aber wie?“

„Eine ausgewogene Ernährung verbessert die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Umso wichtiger ist es, unseren Kindern und Jugendlichen eine gesunde Schulverpflegung in Ganztagsschulen, Kindertagesstätten und ähnlichen Institutionen anzubieten“, so Uta Schellhaaß, MdL.
Zu Gast war die Referentin Frau Marianne Feigenbutz von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Rheinland-Pfalz. In ihrem Vortrag wurde schnell klar, dass eine gesunde Schulverpflegung sich nur dann umsetzen lässt, wenn alle die Suppe gemeinsam kochen. Verantwortlich ist der Schulträger. Aber auch die Lehrer, Eltern und Schüler müssen sich engagieren. „Mitmachen, mitentscheiden, mithandeln lautet hier die Devise“, so Marianne Feigenbutz und war erfreut über die Teilnahme des Kreisbeigeordneten Hans-Werner Neitzert an der Veranstaltung. Sie empfiehlt Schulträgern einen „Runden Tisch“ zu gründen für alle Beteiligten, an dem Wünsche, Anforderungen und festgelegte Qualitätsstandards besprochen und ausgetauscht werden. Der Ist-Zustand sieht eher so aus: Die Schulträger schreiben die Verpflegung aus, nehmen nicht einmal die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) als zu erfüllen in das Leistungsverzeichnis auf und beauftragen dann ¬den billigsten, das war`s!
Die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten bei jeder Vergabe Bedingung sein. Leider ist diese Minimalanforderung nach den Erfahrungen von Uta Schellhaaß und Marianne Feigenbutz nur sehr selten erfüllt.
Aber damit allein ist es, so Marianne Feigenbutz, nicht getan. Die Lehrer sollten sich falls irgend möglich an den Mahlzeiten beteiligen und zu den Schülern an den Tisch setzen. Gemeinsam essen schafft mehr Gemeinschaft, Integration und fördert die wichtige Kommunikation untereinander. Gerade für Schüler, die durch ihr zuhause weder eine gesunde Ernährung noch gemeinsames Essen gewohnt sind, können hier erfahren, was es heißt sich gesund zu ernähren und erhalten so Chancen für die Zukunft. Pi Pa Po (Pizza, Pasta, Pommes) ist dabei nicht alles, was sich Schüler wünschen. Wichtig ist auch, dass sich jeder Schüler soviel nehmen darf, wie er mag und dass dann allerdings auch alles auf dem Teller aufgegessen werden muss. Dann wird in ansprechender Atmosphäre, was ebenfalls sehr wichtig ist, auch viel Gemüse gegessen, vor allem wenn die Zubereitung schonend und das Gemüse noch knackig ist.
In Rheinland-Pfalz gibt es ca. 500 Gesamtschulen, die eine Schulverpflegung anbieten müssen, ein nur sehr geringer Anteil der Lehrer essen gemeinsam mit ihren Schülern, in Räumen - die nicht unbedingt einladend sind. Das Essen wird zum Teil lange warm gehalten, der Nährwert leidet und es schmeckt dann nicht mehr gut. Der Durchschnittspreis pro Essen liegt in Rheinland-Pfalz bei 2,85 €.
„Hier gibt es also noch viel zu tun“, so Uta Schellhaaß. Sie wünscht sich, dass viele Schulträger die Beratung der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Rheinland-Pfalz (www.schulverpflegung.rlp.de) in Anspruch nehmen und gemeinsam mit Eltern und Schülern Wege zu einer optimalen Schulverpflegung finden.
Gerne können sich Lehrer, Schüler und Eltern auch mit Erfahrungen, Problemen und Wünschen zum Thema „Optimale Schulverpflegung“ per E-Mail an das Büro von Uta Schellhaaß, MdL, wk-uta@schellhass.de wenden.